Was ist der beste Sport für Kinder?

Fußball ist unumstritten eine der häufigsten Sportarten in Deutschland. Aber ist es auch für Kinder der beste Sport?

Zusammen mit einem Sportlehrer, einer Erzieherin, einem Psychologen, einem Mediziner und einer Grafikerin haben wir uns hingesetzt und folgende Infografik erarbeitet. Dabei sind intensive Überlegungen durch die Berufserfahrungen aller Beteiligten mit eingeflossen. Dennoch: Wer findet, ein Punkt passt nicht, gerne mitteilen!

Hier gibt es die hochauflösende PDF-Datei.

Zur Punkteverteilung

Kraft/Muskelaufbau

Hier wird bewertet, wie stark und umfassend der Sport den Aufbau von Muskeln fördert. Ein Extrembeispiel wäre hier Gewichtheben: Die Muskeln werden auf genau eine Bewegung hin trainiert und müssen dementsprechend stark ausgeprägt sein.

  • Fußball 1 Punkt: Trainiert wird hauptsächlich Unterkörper. Es ist wichtiger, schnell und geschickt zu sein, als muskulös.
  • Handball 1 Punkt: Trotz aller Stärke in Sprints und Würfen ist das Hauptziel Schnelligkeit.
  • Schwimmen 1 Punkt: Der Oberkörper ist schon sehr muskulös. Aber die Beine werden vernachlässigt, was Muskeln angeht.
  • Turnen 2 Punkte: Beim Turnen werden Muskeln hauptsächlich im Oberkörper benötigt, aber je nach Übung auch in den Beinen.
  • Tischtennis 0 Punkte: Tischtennis ist nicht auf den Aufbau von Muskeln ausgelegt.
  • 7er-Rugby 2 Punkte: Rugbyspieler müssen sowohl schnell als auch stark sein. Muskelaufbau im Ober- und Unterkörper intensiv.
  • Kampfsport: Die meisten Kampfsportarten benötigen einen muskulös durchtrainierten Ober- und Unterkörper.

Ausdauer

Hier haben wir betrachtet, wie sehr der Sport dazu beiträgt, dass die Muskeln ermüden und man außer Atem gerät. Beanspruchung und Training des Herz-Kreislauf-Systems. Ein Paradebeispiel wäre hier der Marathonlauf.

  • Fußball 2 Punkte: Ein Spiel von 90 Minuten ist eher auf Ausdauer als auf Kraft ausgelegt.
  • Handball 2 Punkte: Auch Handballer halten längere Zeit durch, wobei dicke Muskeln mitunter hinderlich sind.
  • Schwimmen 2 Punkte: Für längere Distanzen benötigen Schwimmer eine sehr gute Kondition.
  • Turnen 1 Punkt: Die meisten Turnübungen dauern nur Sekunden. Kraft und Explosivität spielen hier eine Rolle.
  • Tischtennis 1 Punkt: Tischtennisspieler spielen zwar lange, jedoch bewegt man sich dabei nicht in einem Bereich, in dem man außer Atem kommt.
  • 7er-Rugby 2 Punkte: Trotz der durchtrainierten Körper müssen Rugbyspieler auch noch lange durchhalten, nachdem der Atem knapp ist.
  • Kampfsport 1 Punkt: Hier haben wir uns schwer getan; wenn man bspw. einen Boxkampf über mehrere Runden beobachtet, ist enorme Kondition erforderlich. Den winzigen Unterschied macht die Ermüdung der Muskeln eher als das außer Atem kommen.

Tiefenmuskulatur

Die Tiefenmuskulatur ist nicht von außen sicht- oder tastbar. Sie sitzt tief im Körperinnern hauptsächlich an der Wirbelsäule und ist für die Bewegung und Aufrechthaltung des Rumpfes zuständig. Ohne die Tiefenmuskulatur könnten wir nicht länger aufrecht sitzen.

Die Tiefenmuskulatur sollte stets trainiert werden, da wir heute viel sitzen und eine falsche Haltung zu Haltungsschäden und dem Volksleiden Rückenschmerzen führt – mit allen Folgen wie bspw. verspannte Rücken- und Nackenmuskeln. Hier sollte unter allen Umständen durch geeignetes Core Training vorgebeugt werden.

  • Fußball 0 Punkte: Ein Training der Tiefenmuskulatur ist im Fußball nicht vorgesehen.
  • Handball 1 Punkt: Durch die Art der Bewegungen des Oberkörpers kommt es zwangsläufig zu einem gewissen Training der Tiefenmuskulatur.
  • Schwimmen 2 Punkte: Im Wasser werden durch vielfältigste Bewegungsabläufe so gut wie alle Muskeln beansprucht.
  • Turnen 2 Punkte: Beim Turnen an Geräten wird die Tiefenmuskulatur trainiert.
  • Tischtennis 1 Punkt: Ebenfalls die Körperdrehungen machen hier den kleinen Unterschied aus.
  • 7er-Rugby 2 Punkte: In verschiedenen Spielsituationen am Gegner wird eine starke Haltungsmuskulatur benötigt.
  • Kampfsport 2 Punkte: Ebenso beim Kontakt mit dem Gegner wird auch hier in den meisten Kampfsportarten die Tiefenmuskulatur trainiert.

Visuomotorik

Auch genannt „Auge-Körper-Koordination“. Ist von enormer Bedeutung für die kognitive Entwicklung von Kindern. Das Gehirn spielt hierbei die Rechenzentrale für die Vermittlung der visuellen Wahrnehmung und den zugehörigen Bewegungen, um sich im Raum, mit Spielbällen, mit Geräten, mit anderen Menschen zurechtzufinden und versiert zu agieren. Dies bedeutet ein intensives Hirntraining.

Umso intensiver die Visuomotorik trainiert wird, desto besser funktioniert dementsprechend das Lernen in der Schule. Eng damit zusammen hängt damit dann auch die Schulung der Reflexe, die in diese Bewertung ebenfalls mit eingeht: Umso schneller man komplexe Bewegungen über das Auge koordinieren muss, desto besser das kognitive Training.

  • Fußball 1 Punkt: Beim Fußball müssen die Beine mit dem Ball interagieren. Mitunter sind dabei auch schnelle Reflexe notwendig. Das komplexe Fangen von Bällen spielt hier jedoch keine Rolle.
  • Handball 1 Punkt: Das Fangen und Werfen des Balls im freien Raum erfordert ebenso wie beim Fußball ein gutes Training der Visuomotorik. Hier fällt jedoch das Kicken weg.
  • Schwimmen 0 Punkte: Beim Schwimmen bewegt man seinen Körper relativ unabhängig von anderen Personen oder Spielgeräten.
  • Turnen 2 Punkte: Besonders das Geräteturnen erfordert eine intensive Interaktion mit den Geräten. Das Auge muss bspw. auf den Millimeter genau erfassen, wohin die Hand in der nächsten Millisekunde greifen muss.
  • Tischtennis 2 Punkte: Tischtennis zählt als eine der schnellsten Sportarten. Den Ball mit dem Schläger in der richtigen Haltung zu treffen, erfordert eine hohe Auge-Hand-Koordination.
  • 7er-Rugby 2 Punkte: Beim Rugby wird sowohl geworfen als auch gekickt. Darüber hinaus muss der Gegner im Raum bewegt werden. Ein umfassenderes Training der Visuomotorik ist kaum vorstellbar.
  • Kampfsport 2 Punkte: Nimmt man als Beispiel Kickboxen, müssen sowohl die Beine als auch die Arme ständig in der besten Position sein und es muss in Sekundenbruchteilen abgeschätzt werden, wann wohin welcher Schlag oder Tritt am effektivsten ist.

Ganzkörpertraining

Wird bei dem Sport der gesamte Körper trainiert oder beschränkt sich das Training auf einzelne Muskel- oder Körperpartien? Ein gleichmäßiges Ganzkörpertraining ist für eine gesunde Haltung und ein gesundes Skelett wichtig.

  • Fußball 0 Punkte: Beim Fußball zählen die Beine und wie sie den Körper und den Ball am geschicktesten und schnellsten bewegen. Die Oberkörpermuskulatur wird vernachlässigt.
  • Handball 1 Punkt: Beim Handball rennt und wirft man und ist damit vielfältiger trainiert als beim Fußball. Jedoch ist das Training stärker auf das Werfen und den Oberkörper ausgerichtet, solange die Beine einen gut und wendig voranbringen.
  •  Schwimmen 1 Punkt: Beim Schwimmen wird hauptsächlich der Oberkörper trainiert. Auch wenn man unter Wasser sehr viele Muskeln beansprucht – die Beine machen nur wenige unterschiedliche Bewegungen.
  • Turnen 2 Punkte: Auch beim Turnen ist der Oberkörper wichtiger. Jedoch werden auch die Beine relativ stark trainiert. Darüber hinaus müssen nahezu alle Muskeln in sehr vielfältigen Bewegungsräumen höchstleistungen vollbringen.
  • Tischtennis 0 Punkte: Tischtennis führt zu relativ immer gleichen Bewegungsabläufen, die auch so trainiert werden.
  • 7er-Rugby 2 Punkte: Rugbyspieler müssen intensiv rennen, steppen und springen sowie zusätzlich präzise werfen und kraftvoll zupacken und drücken können. Ein umfassendes Ganzkörpertraining.
  • Kampfsport 2 Punkte: Auch bei den meisten Kampfsportarten müssen über die Arme, Hände und Fäuste hinaus auch alle anderen Körperpartien gut trainiert sein, um insgesamt explosive Bewegungen zu ermöglichen.

Teamplayer

Eine der wichtigsten Eigenschaften, die Menschen heutzutage benötigen, ist die Fähigkeit, mit anderen Menschen in sozialen Situation zurechtzukommen. Als soziales Wesen hängen hieran große Teile von Zufriedenheit und Selbstvertrauen.

Da wir aber immer mehr zu Individualisten entwickeln, sollten Kinder möglichst im Sport zu einem Team gehören, das Spaß hat, zusammen an großen Aufgaben arbeitet und glücklich macht. Sportarten, die einzelne Personen/Stars in den Vordergrund stellen, sind hierfür nicht geeignet.

  • Fußball 1 Punkt: Im Fußball muss man mit seinen Mitspielern interagieren und zusammen zum Erfolg kommen. Wenn ein Mitspieler in Bedrängnis ist, bietet sich oft ein anderer als Anspielstation an. Dennoch ist ein Fußballspiel von auffälligen Einzelaktionen geprägt, die aber auch so erwartet werden.
  • Handball 1 Punkt: Auch beim Handball gibt es unzählige Pässe und damit ein gemeinsames Spiel. Dafür gibt es einen Punkt.
  • Schwimmen 0 Punkte: Schwimmen ist nicht auf Teamplay ausgerichtet.
  • Turnen 0 Punkte: Auch beim Schwimmen lernen Kinder nicht, als Teamplayer aufzutreten.
  • Tischtennis 0 Punkte: Tischtennis ist ebenfalls nicht dazu geeignet, einen sozial agierenden Teamplayer auszubilden.
  • 7er-Rugby 2 Punkte: Den höchsten Wert in dieser Bewertung erhält das Rugby. Denn ähnlich wie bei Fußball und Handball muss man hier mit seinen Teamkollegen zusammen spielen. Aber all das passiert durch die Ausrichtung als „Vollkontaktsport“ auf einem höheren Niveau. Wenn bspw. ein Spieler am Boden liegt und die eigenen Mitspieler sich über ihm positionieren und den Gegner gemeinsam in einem harten Kampf wegdrücken, ist das für das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Unterstützungsgedanken eine Stufe höher.
  • Kampfsport 0 Punkte: Kampfsport bildet keine Teamplayer aus.

Respekt und Fairness

In einer Gesellschaft mit zunehmender Anzahl an Individualisten, Egoisten und Ichlingen ist ein positiver Umgang mit dem Gegenüber notwendige Voraussetzung für soziale Akzeptanz. Diese Soft Skills sind nicht zu unterschätzender Faktor einer gesunden mentalen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

  • Fußball 0 + 0 Punkte: Im Fußball ist es leider verbreitet, Entscheidungen des Schiedsrichters anzuzweifeln oder sogar in den Dreck zu ziehen, um ihm ein schlechtes Gewissen für spätere Entscheidungen zu den eigenen Gunsten zu machen. Oder man lässt sich ohne Not fallen, um einen Freistoß oder Elfmeter zu ergaunern. Mit Respekt vor anderen Menschen und Fairness hat dies nichts zu tun.
  • Handball 2 + 1 Punkte: In den meisten anderen werden die Schiedsrichterentscheidungen akzeptiert – so auch beim Handball. Foulspiele kommen weniger häufig vor.
  • Schwimmen 0 + 0 Punkte: Beim Schwimmen ist das Training von Respekt und Fairness irrelevant.
  • Turnen 0 + 0 Punkte: Beim Turnen werden Respekt und Fairness ebenfalls nicht geschult.
  • Tischtennis 0 + 0 Punkte: Tischtennis kann man spielen, ohne intensiv auf Respekt und Fairness achten zu müssen.
  • 7er-Rugby 2 + 1 Punkte: Durch das komplexe Regelwerk hat der Schiedsrichter die alleinige Beurteilungskompetenz für eine Situation. Selbst Fehlentscheidungen dürfen nicht kommentiert werden. Auch darf nur der Mannschaftskapitän eines Teams überhaupt das Wort an den Schiedsrichter richten. Darüber hinaus steht das eigene Wohl und das des Gegners an erster Stelle – trotz, oder gerade wegen des Vollkontakts.
  • Kampfsport 1 + 2 Punkte: Ein Kampfsportler kann nur ein gewisses Maß an Respekt für seinen Gegner zulassen. Trotzdem werden selten verbotene Handlungen vollzogen.

Komplexität

Je komplexer eine Sportart ist, desto mehr Anforderungen werden an kognitive Leistungen gestellt. Und damit wird auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns (Intelligenz) gefördert.

  • Fußball 1 Punkt: Großes Spielfeld und 22 Personen auf einem Platz. Es muss alles gut zusammen spielen, damit man zum Erfolg kommt. Relativ komplex.
  • Handball 1 Punkt: Als Mannschaftssport ebenso komplex wie Fußball – vllt. sogar etwas weniger.
  • Schwimmen 0 Punkte: Beim Schwimmen führt man bestimmte Bewegungen immer wieder aus – ziemlich unkomplex.
  • Turnen 1 Punkt: Auch beim Turnen werden die gleichen Bewegungsabläufe einstudiert. Jedoch gibt es viel mehr Bewegungen, die in einer Abfolge erlernt und perfektioniert werden müssen.
  • Tischtennis 0 Punkte: Tischtennis ist fast nur Übungssache. Wirklich viel überlegen muss man hier nicht.
  • 7er-Rugby 2 Punkte: Rugby ist ein komplexes Spiel. Es gibt Spielzüge, schnelle Entscheidungen, verschiedenste Bewegungsabläufe und Regeln. Komplexer geht es kaum.
  • Kampfsport 0 Punkte: Kampsport ist auf Kraft, Schnelligkeit, Reflexe und manchmal Gewalt ausgelegt. Man hat seinen Gegner direkt vor sich. Komplexe Strukturen fehlen.

Konzentration

Immer mehr Fälle von Aufmerksamkeitsstörungen werden bei unseren Kindern diagnostiziert. Kinder und Jugendliche werden mit immer mehr Reizen überhäuft, aber auch mit Situationen konfrontiert, die sie demotivieren – was auch an der Erziehung liegt – und somit erhebliche Probleme haben, ihre Konzentration auf einer Sache ruhen zu lassen. Somit ist eine möglichst frühe Schulung der Konzentrationsfähigkeit bei Kindern sehr, sehr wichtig.

  • Fußball 1 Punkt: Bei einem Fußballspiel muss man schon etwas konzentriert sein, um nichts Wichtiges zu verpassen.
  • Handball 1 Punkt: Beim Handball auf kleinerem Feld mit weniger Spielern muss man sich schon mehr konzentrieren als beim Fußball, da man jederzeit den Ball bekommen könnte.
  • Schwimmen 1 Punkt: Um etwas längere Distanzen mit guter Körperhaltung überbrücken zu können, muss man sich schon ziemlich konzentrieren.
  • Turnen 2 Punkte: Noch höhere Konzentration erfordern die komplexen Bewegungsabläufe beim Turnen, die man mit höchstmöglicher Präzision ausführen möchte.
  • Tischtennis 2 Punkte: Als sehr schneller Sport und einziger Spieler muss man während des Ballwechseln ständig die volle Konzentration auf dem Ball und den Bewegungen des Gegners haben.
  • 7er-Rugby 1 Punkt: Eine ähnliche Konzentrationsleistung wie beim Handball; mit relativ wenigen Spielern muss man ununterbrochen konzentriert bleiben.
  • Kampfsport 2 Punkte: Hier ist die Konzentration auf Bewegungen des Gegners enorm wichtig.

Selbstbewusstsein

Wenn Kinder sozial eingebunden sind, sich sicher fühlen, Fehler zulassen können und Erfolge haben, entwickeln sie Selbstbewusstsein. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist jedoch abzugrenzen von dem Drang, sich in den Mittelpunkt stellen zu wollen.

  • Fußball 1 Punkt: Ein Mannschaftssport mit ständiger Interaktion mit Mitspielern ist gut geeignet, ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln.
  • Handball 1 Punkt: Das gleiche gilt für Handball.
  • Schwimmen 1 Punkt: Auch Erfolge im Schwimmen lassen einen Menschen mehr an sich selbst glauben.
  • Turnen 1 Punkt: Das gleiche gilt für Turnen.
  • Tischtennis 1 Punkt: Auch im Tischtennis kann man Erfolge feiern, die gut für das Selbstbewusstsein sind.
  • 7er-Rugby 2 Punkte: Eine Stufe höher ist das Selbstbewusstsein, das man durch Rugby entwickeln kann. Durch die enorme Disziplin, die auf dem Spielfeld herrscht, wird kein Spieler bei Fehlern angemotzt. Die Mannschaft trägt bereitwillig jede Abweichung mit. Man kann ausprobieren und muss sich auch Dinge zutrauen lernen. Darüber hinaus schult das sehr physische Training das eigene Körperempfinden als starken Charakter auch im privaten Umfeld.
  • Kampfsport 2 Punkte: Selbstverteidigung bringt einen starken Mehrwert für das Selbstbewusstsein auch im privaten Umfeld. Dabei muss man aufpassen, nicht überheblich zu sein.

Hirnschäden

Ein großes Thema, das immer mehr Beachtung erfährt sind Gehirnerschütterungen – und seien sie noch so klein. Diese Schädigungen des Gehirns sind unumkehrbar und haben mitunter schreckliche Folgen für die Betroffenen. Aufgekommen ist das Thema bei American Football und hat bereits dazu geführt, dass viele Eltern ihre Kinder diesen Sport nicht mehr spielen lassen.

  • Fußball 2 Minuspunkte: Besonders kritisch sind beim Fußball Kopfbälle zu beurteilen. Jeder Schlag auf den Kopf – auch durch Bälle – schädigt das Gehirn nachhaltig. Nicht zu vergessen die Situationen, in denen zwei Spieler gleichzeitig einen Ball köpfen wollen und sich gegenseitig eine Kopfnuss verpassen.
  • Handball 0 Minuspunkte: Beim Handball ist man relativ ungefährdet, Gehirnerschütterungen davon zu tragen.
  • Schwimmen 0 Minuspunkte: Eine der schonendsten Sportarten für den Körper ist wohl Schwimmen. Gehirnerschütterungen sind im Wasser schwer zu erreichen.
  • Turnen 0 Minuspunkte: Auch beim Turnen bekommt man so gut wie keine Stöße gegen den Kopf – wenn alles nach Plan läuft.
  • Tischtennis 0 Minuspunkte: Tischtennis ist wohl fast komplett ungefährdet, eine Gehirnerschütterung davon zu tragen.
  • 7er-Rugby 1 Minuspunkt: In Kontaktsituationen kann es vorkommen, dass man einen Schlag auf den Kopf abbekommt. Dies ist selten der Fall und systematisch gehören Kopfstöße nicht zum Spielverlauf. Dennoch aufgrund der Möglichkeit ein Minuspunkt.
  • Kampfsport 2 Minuspunkte: Wo Schläge gegen den Kopf zum Standard gehören, muss man sich fragen, ob manche Sportarten nicht verboten werden sollten. Muhammed Ali mit seinem Parkinson ist nicht das einzige Opfer im Kampfsport mit eklatanten gesundheitlichen Folgen durch die Zerstörung des Gehirns. Wer um diese Gefahren weiß und sein Kind trotzdem Kampfsport machen lässt, handelt komplett verantwortungslos.

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